Was habe ich erlebt? Ich erlebe noch....

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Was habe ich erlebt? Ich erlebe noch....

Beitragvon Regina » 12 Sep 2009 12:40

Zunächst möchte ich erzählen wie ich den Weg hier her fand.

Immer wieder stolpere ich in den letzten Monaten über sehr offene "Kritik" (oder ist es Schmähe?) in den unterschiedlichsten Medien darüber, dass an Krebs erkrankte mit ihren Ängsten in die Öffentlichkeit gehen. Sie würden sich exibitionistisch der gesunden Masse aufdrängen, wollen sich und ihre Krankheit sensationsgeil in den Vordergrund schieben, machen am Ende ihres Weges auch noch Kohle mit ihrem Krebs. Meist sind die die gescholten werden Personen die so oder so schon in der Öffentlichkeit stehen. Wie sie in der Öffentlichkeit ihre Krankheit leben, vielleicht auch vermarkten gefällt mir auch nicht immer. Aber da gibt es die vielen Anderen, die etwas mitzuteilen haben. Die viele erreichen, nicht nur die von der Krankheit Betroffenen.

Heute fand ich den Artikel in "derFreitag"....Wer hat geil Krebs?.... und so die Antwort von Christoph Schlingensief, und dieses Forum. Eine, wie ich meine, wichtige Initiative!

Mitte Juli 2007

Diagnose Brustkrebs

Folgende Untersuchungen gaben "Entwarnung," nicht metastasiert

Anfang August 07,

OP, Ablatio, Befund: 18 befallene Lymphknoten

September 07

Beginn der Chemotherapie nach dem TAC Chema

Dezember 07

Fast fertig mit der Chemotherapie kam der Termin in der Abteilung Bestrahlung. Dort saß mir ein skeptischer Arzt gegenüber der bezweifelte, dass ich keine Metastasen hätte, bei dem Lymphknotenbefall. Schock! Er forderte erneut alle vorab gemachten Untersuchungen zu wiederholen. Die ersten Untersuchungen wie Szintigramm, Röntgen und Sonographie wurden in einem anderem Krankenhaus erstellt, wo ich auch die Erstdiagnose erhielt. Ich wechselte danach in ein Brustzentrum, die weitere Behandlung lief dort. Die Befunde aus dem ersten Krankenhaus lagen dort vor. Diese wurden nun in Frage gestellt

Januar 08

Das Szintigramm ergab: multipelste Metastasierung der Wirbelsäule, akute Bruchgefahr an 3 Wirbeln. Totaler Schock! Zu dem bisher nur schriftlichen Befund aus dem ersten Krankenhaus wurden nun auch die Aufnahmen angefordert, die im Juli 07 entstanden waren. Vergleich ergab, multipelste Metastasierung schon zu diesem Zeitpunkt! Ein falscher Befund, erstellt im ersten Krankenhaus! Dies hatte leider zur Folge das ich eine Chemotherapie erhielt die nicht hätte sein müssen, da kein Erfolg durch diese zu erwarten sei. Die vorgesehene Bestrahlung nach der Chemotherapie wurde gestrichen, da auch diese dem Krebs keinen Einhalt bieten könnte.

Ab Januar 08 dann lediglich Behandlung mit einer Antihormontherapie, da der Krebs Hormanabhängig war, Bisphosphonat gegen die Measten in den Knochen, zur Stabilisierung

Juli 08

Zwei Rezidive an der schon operierten Brust. Es erfolgte Anfang August 08 erneut OP und wieder MRT, CT. Und es folgte die Erkenntnis das mein Krebs sich von dem Antihormon und dem Bisphosphonat nicht beeindrucken hat lassen. Weitere Verschlechterung im Knochenbereich, nun auch Rippen und Becken betroffen

September 08

Nun gab es doch Bestrahlung an der erneut operierten Brust, 32 dafür. Und es gab Bestrahlung an 3 Wirbeln, damit diese nicht brechen, 21 dafür. Die Bestrahlung der Wirbel zeigte Erfolg, der Schmerz ließ nach. Ein anderes Antihormon sollte nun meinem Krebs Paroli bieten

Dezember 08

Erneut alle Kontrolluntersuchungen. Am 23.12.08 Befundbesprechung. Multipelste Metastasierung der Leber. Schock!!! "Nettes" Weihnachtsgeschenk. OP, SIRT, andere Optionen als Chemotherapie kamen nicht in Frage. Und ich hatte mir doch geschworen nie wieder Chemo! Der Onkologe schaffte es, ich begab mich erneut auf den Kriegsschauplatz. Sprach von recht harmlosen Nebenwirkungen, eine Chemotherapie mit Tabletten.

Januar 09

Beginn mit der Chemotherapie. Die Harmlosigkeit der Tabletten zwangen mich komplett in die Knie. Fast 3 Monate nahm ich am Leben nicht teil, nichts ging mehr, der Körper am Ende. Nach 3 Monaten Versuch dieser Therapie das Ergebnis: weitere Verschlechterung, die Chemo hilft nicht. Wechsel auf einen anderen Wirkstoff.

April 09

Der Wechsel auf die andere Chemotherapie zeigt Erfolg. Die Metastasen in der Leber wurden kleiner, verschwinden werden sie erst mit mir zusammen. Die Tumormarker sanken, die Leberwerte wurden besser.

September 09

Ich lebe mit dieser Therapie recht gut, die Nebenwirkungen sind auszuhalten.

Und wie lebt es sich mit dem Feind in mir, den Ängsten, mit dem Wissen darüber was kommt? Mal mehr, mal weniger akzeptabel. Mein Weg der Verarbeitung einer Situation die zuvor unvorstellbar war ist aktiv zu bleiben, aktiv zu werden. Dies hatte schon bald nach der Erstdiagnose Folgen. Ich "bastelte" mir eine HP, auf der ich ein Tagebuch schreibe. Nein, nicht um Geld damit zu machen, nicht um meine Geschichte in den Vordergrund zu schieben. Diese Seite entstand aus dem Gefühl heraus allein zu sein, allein zu bleiben mit vielen Ängsten. Ängsten, die mit anderen besprochen oft Sprachlosigkeit auslöste. Nicht allein das! Ich spürte ihre Ängste, die meine Worte, meine Gedanken auslösten. Stumm bleiben wollte ich nicht, so fordert mich mein Tagebuch immer wieder dort mein Erleben los zu werden. Positiv! Es fordert mich meinen Ängsten zu stellen, fordert mich auf meine 1001 Fragen Antworten in mir selbst zu finden. Positiv! Es geht mir gut mit all dem Wissen, habe mich mit dem Krebs arrangieren können.

Und ganz "nebenbei" gibt es vielen Menschen, die dort hin gefunden haben, Einblick, aber auch Mut und Kraft in ihrer Situation ihren Weg zu finden, zu gehen. Wer es nicht wissen, lesen will der soll weiter ziehen, wer wissen will... Wolkengedanken.de

Und ich "bastelte" noch etwas, ein Forum zum Thema Brustkrebs, für Betroffene und ihre Angehörigen. Dies entstand aus der Erfahrung in anderen Foren, in denen ich mich nicht wirklich wohl fühlte, nicht fand was ich suchte.

Seit Oktober 07 gibt es das BK - Forum Das so etwas nötig ist, zeigt der rege Austausch. Und... ich weiß das ich nicht allein mit Ängsten, Sorgen lebe!

Ich will und muss mich nicht verstecken! Seiten wie diese tun gut...


Alles gute und Grüße

Regina
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Re: Was habe ich erlebt? Ich erlebe noch....

Beitragvon rose » 13 Sep 2009 08:17

;)
Liebe Freunde,
es klingt für euch vielleicht merkwürdig, dass ich hier schreibe..
ich bin manish-depressiv und für mich ist das KREBS DER SEELE.
In den MD Foren fühle ich mich nicht wohl, denn im Hintergrund schielt die Pharmaindustrie mit...und es ist mir zu offen.
Würd gern mit euch teilen...bin ich hier auf dem richtigen Forum???
Ich fühle mich einfach von Christoph und seiner Kunst schon seit Jahren inspiriert und hab seine Interviews ref Krebs gelesen ..und die taten mir gut. - wie gesagt, grad die Depression IST Krebs der Seele.
Gestern sah ich ihn dann bei 3nach9 und dachte, so jetzt sei mal mutig und schreib dich ein.
BItte um AW
Danke
Rose :o
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Re: Was habe ich erlebt? Ich erlebe noch....

Beitragvon brenessel » 13 Sep 2009 20:18

liebe rose, liebe regina,

ich möchte euch hier begrüßen.
regina, danke für deinen bericht. ich kenne deine geschichte und deine HP und finde, wir alle können viel daraus lernen.
danke auch für den TITEL dieses THREADS: JA, wir ERLEBEN noch!

das ist wichtig.

rose, verzeih, der ausdruck, "krebs der seele", gefällt mir nicht. ich denke, schon krebs ist eine bezeichnung für viele, auch unterschiedliche krankheiten und ich halte nichts davon, diesen namen auf noch mehr krankheiten anzuwenden.
verstehe nicht, was "krebs" mit anderen krankheiten zu tun hat. lese auch nicht gerne, wenn in anderen zusammenhängen von "krebs" geschrieben wird (zb: krebs der gesellschaft): krebs ist eine krankheit. nicht mehr. aber auch nicht weniger. genauso wie manisch depressiv sein eine krankheit ist. oder multiple sklerose eine krankheit ist. oder die schweinegrippe eine krankheit ist.

wie ich herfand: ich sah schlingensiefs stück im wiener burgtheater. ich fand manche seiner aktionen sehr sehr richtig und wichtig.


mfg
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Re: Was habe ich erlebt? Ich erlebe noch....

Beitragvon Regina » 13 Sep 2009 20:51

Hallo rose,

deine Verwendung des Begriffes "Krebs der Seele" im Zusammenhang mit deiner manisch-depressiven Erkrankung finde ich, wie auch brenessel, nicht angebracht. Krebs gibt es auf vielfältiger Art, aber Seelenkrebs, Krebs der Seele? Ich reagiere darauf etwas allergisch und begründe auch warum. In vielen Veröffentlichungen zum Thema Krebs steht zu lesen das diese Krankheit auch durch nicht ausgetragenen Konflikten, einem instabilem Gleichgewicht der Psyche ausgelöst werden kann, oder dieses zumindest begünstigt an Krebs zu erkranken. Wenn ich so etwas lese steht da im Hintergrund dann für mich in dicken, großen, roten Buchstaben ...Selbst Schuld das du Krebs hast...... Und ich möchte nicht auch noch mit einem Schuldgefühl herum laufen, mir reicht da schon das Bündel Krebs als solches!

Hi brenessel,

danke für deine Begrüßung. Da kennst du mich also schon ein Stück ;)

Bis bald dann mal wieder

Regina
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Re: Was habe ich erlebt? Ich erlebe noch....

Beitragvon rose » 16 Sep 2009 02:25

Liebe Regina,
danke für das SO schöne Gedicht auf deiner website!
Ich habe es schon auf der Welt verteilt....bei den Deutschsprachigen, auch die gibt es zB in USA.
LOVE
Rose
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Re: Was habe ich erlebt? Ich erlebe noch....

Beitragvon Mama » 23 Sep 2009 08:15

Liebe Regina !

Danke für deinen ausführlichen Bericht darüber was du erlebt hast. Ich habe ebenfalls Brustkrebs und habe mich erst gestern hier angemeldet.
Ich komme mir angesichts deiner Erlebnisse vor wie ein Dummkopf. Mir wird erst langsam klar dass sich mit der Diagnose > Krebs <, vieles verändert. Mein Frauenarzt war betroffen als er das Gespräch mit mir führte. Ich fühlte nichts besonderes, es ging mir ja körperlich gut und ich hatte niemand dem ich so
nahe stand, der mich liebte. 4 Wochen vor meinem Befund war mein Vater als älterer Mann an Magenkrebs verstorben. Ich wollte mich nun besinnen und
Energie sammeln für mein eigenes Leben. Doch der Tod meiner Eltern, als alte Menschen, die jedoch beide in ihrer Persönlichkeit kaum verändert waren,
fühlte sich an als sei es auch das Ende meiner Geschichte.
Ich werde mir gerne dein Brustkrebsforum und deine HP ansehen und möchte dir noch mal herzlich danken für deine Schilderung hier. Sie hilft mir mich selbst
ernst zu nehmen.
Mama
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Re: Was habe ich erlebt? Ich erlebe noch....

Beitragvon wered » 23 Sep 2009 10:08

Hallo Mama,

wie doch Lebensläufe scheinbar ähnlich verlaufen.

Als mein Vater mit mehr als 95 Jahren starb stellte sich
heraus dass er einen weit fortgeschrittenen Prostatakrebs hatte.
Bis dahin wusste es niemand.

Seit Jahren ließ ich den Blutwert der Hinweis auf ein Prostatakarzinom
geben kann kontrollieren. Erhöht war dieser Wert seit einigen Jahren.
Während der Begleitung meines Vaters in den letzten Monaten schob ich
die längst fällige Vorsorge immer weiter hinaus.

Noch in den selben Krankenhaus in dem mein Vater im sterben lag ließ ich den
PSA-Wert kontrollieren. Er hatte sich verdreifacht. Biopsie - Krebs.

Sechs Wochen nachdem mein Vater gestorben war lag ich selber im sterben.

Nach der OP hatte es eine starke Nachtblutung gegeben. Der Operateur ist
einer der erfahrensten der hier zu finden war.
Ursache: möglicherweise hatte ich vor der OP die Einnahme eines
homoöphtischen Medikamentes vergessen/verschwiegen??
Dieses an sich harmlose Mittel (Ginko-Extrakt) kann Blutungen im Unterbauch
verursachen. Schon ohne OP!
18 Transfusionen wurde auf der Intensivstation in mich gepumpt.

Jetzt macht sich meine Mutter langsam ans sterben.

Ich habe nicht vor zu streben wenn sie stirbt-
aber ich spüre eine sonderbare Verknüpfung.

Und bin wütend über ungelebtes Leben.

Kannst Du verstehen wie ich drauf bin?

wered
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Re: Was habe ich erlebt? Ich erlebe noch....

Beitragvon Mama » 24 Sep 2009 00:14

Hallo wered !

Meine Eltern waren einfach immer gesund und haben immer gearbeitet, Haus, Garten und Familie versorgt. Mit dem Ausscheiden aus ihrem Arbeitsprozess, änderte sich ihr Bewußtsein allerdings schon. Sie blieben morgens unterschiedlich lang im Bett liegen und richteten sich so neu, ohne Kinder , ihr Leben neu
ein. Meine Mutter wurde mitunter sehr nachdenklich und verspürte das Fehlen ihrer gemeinsamen Zeit mit ihren kleinen Kindern, die sie damals von ihrer Mutter
ganztägig versorgen ließ.
Da ich dich nicht persönlich überhaupt nicht kenne, kann ich nur vermuten ( ausgehend von meinem eigenen Leben ), wie viel ungelebtes Leben bei dir zusammen gekommen ist. Meine Anspannung und Wut habe ich oft gespürt als ich zu meinem Vater fahren musste und mein Kind in einer anderen Stadt allein
gelassen habe. Ich hätte gern eine Unterstützung von außerhalb mit einbezogen, aber das wollten mein Vater und meine Geschwister nicht.
Ich habe übrigens vor vielen Jahren ein Buch gelesen, dass sich auch mit dem Thema des ungelebtes Lebens beschäftigte. Es war der Selbstbericht eines Schweizers aus Zürich. Er nannte sich Fritz Zorn und das Buch hieß " Mars " . Es ist hart zu lesen, der Autor stirbt .
Ich weiß jetzt natürlich auch nicht wie eng du an deine Eltern gebunden bist und wie lange schon, aber ich wünsche dir dass du jetzt lebst was du kannst.
Irgendwo habe ich den Spruch gelesen: Leben ist das was jetzt gerade stattfindet, während du Pläne für die Zukunft schmiedest.

Ich möchte dich herzlich grüßen !

Mama
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Re: Was habe ich erlebt? Ich erlebe noch....

Beitragvon Mama » 25 Sep 2009 09:12

Hallo wered !

Ich möchte noch mal persönlicher auf deine konkrete Frage antworten, die du mir gestellt hast.
Ja ich verstehe deine Wut über ungelebtes Leben, aber ich weiß nicht wie wir sie kanalisieren können, wenn wir erkrankt sind.
Vermutlich hilft alles was Entspannung bringt. Spaziergänge in der frischen Luft. Malen falls du was damit anfangen kannst,Freunde treffen mit denen wir offen reden können oder eben auch Therapiegespräche,
sowie der Austausch hier im Forum.

Tschüß

Mama
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Re: Was habe ich erlebt? Ich erlebe noch....

Beitragvon brenessel » 26 Sep 2009 18:53

guten abend an alle,
ich bin irgendwie beim wort "ungelebtes leben" hängengeblieben.
ich empfinde auch manchmal diesen zorn, aber, wenn ich es mir recht überlege, so gibt es eigentlich kein "ungelebtes leben" jede und jeder lebt das leben auf seine art. und ich denke nicht, dass wir beurteilen können oder sollen, ob das leben "gelebt" worden ist im sinne von "alle möglichkeiten ausschöpfend." zorn empfinde ich auf äußere umstände, die es den menschen schwer machen, zu leben. kriege, hunger, armut aber auch andere grausamkeiten.

ich habe einen freund, der seine wohnung seit wochen kaum mehr verlassen hat - ich empfinde das ales verzicht auf die möglichkeiten des lebens, andererseits, er tut dabei niemandem weh, schadet niemandem (außer vielleicht sich selbst) und vielleicht ist es "wirklich" das, was er braucht. oder verstehe ich jetzt was falsch?

wered, ich möchte dich auch grüßen. es ist immer traurig, wenn jemand stirbt, auch wenn er, wi im falle deines vaters, schon hochbetagt war. wünsche dir für dein leben und bewältigung deiner eigenen krankheit alles gute. nehme an, deine mutter ist ebenfalls hochbetagt?

zu fritz zorn und dem buch "mars" möchte ich sagen, dass ich "damals" davon sehr angetan war. mittlerweile bin ich kritischer geworden - vielleicht auch, da ich mehr kontakt zum krebs hatte - ist es denn wirklich hilfreich, vom krebs in dieser form zu schreiben, also sichselbst als krebszelle in einer gesellschaft zu begreifen? mir gefällt es nicht, die krankheit so bedeutungsschwanger zu machen. es ist eine krankheit, kein mysterium und kein mythos - ich bevorzuge jetzt das buch "krankheit als metapher" von susan sontag.



uff so ein langes posting!
hoffentlich nicht zu lang.
ich wünsche euch ein schönes wochenende
frau brenessel
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