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Ich fühlte mich gesund

BeitragVerfasst: 15 Sep 2009 10:12
von Rolf Kobbe
Ich war gesund,

Ich lebte gesund,

Ich ernährte mich gesund,


Eigentlich war ich kerngesund.

Ich lebte gesund, war Nichtraucher, ernährte mich gesund.
War seit ca. 25 Jahren Vegetarier. Obst und Gemüse kam aus dem eigenen Garten auf den Tisch. Getreide aus dem Bioladen. Brot wurde gebacken, also Vollwert und gesund.

Und dann war da Blut im Stuhl. Ich dachte an Hämorriden und die ließen sich bald ertasten.
Ich ging zum Arzt und der schickte mich gleich in die Klinik.

Es begann die Diagnostik: EKG, Röntgen, CT, Endosonographie, Gastroskopie, Kontrastmittelsonographie, Koloskopie mit Gewebsentnahme. Und zwischendurch rektale Untersuchungen,

Diagnose: Anal/Rektumkarzinom-Darmkrebs

Damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet. Darmkrebs???
Wie geht es jetzt weiter?

Mir wurde als erste Therapie die Operation vorgeschlagen.
Dann wurde in einer aufwendigen Operation die von Krebs befallenen Darmabschnitte entfernt, der Schließmuskel, der untere Darmabschnitt mit der entsprechenden Blutversorgung und Lymphknoten usw.

Histologische Untersuchung:
Lymphknoten ohne Befund, Resektionsränder tumorfrei, keine Metastasen.

Der verbliebene Darm wurde nach außen verlegt und ich lebe seitdem mit dem Stoma.

Relativ schnell wurde ich aus der Klinik entlassen und am nächsten Tag zeigte sich der „ Erfolg“. Die Naht im Schritt platzte auf und eine 5 cm lange und sehr tiefe Wunde blutete stark.
Am nächsten Tag wieder in die Klinik. Die Wunde wurde täglich ambulant in der Klinik behandelt, aber nur 7-mal (Fallpauschale-Gesundheitsreform?), dann musste der Hausarzt ran.

Die Onkologen in der Klinik empfehlen eine stationäre, kombinierte Radio-Chemotherapie,
2x 1 Woche. Danach und dazwischen ambulante Chemo.

Ich entscheide mich gegen eine Strahlen- und Chemotherapie, weil ich mich erinnere an zwei Freundinnen.

Die eine, wie ich, an Darmkrebs erkrankt, ließ alle Therapieangebote über sich ergehen und ertrug die vielfältigen Nebenwirkungen. Nach zwei Jahren Dauertherapie kam der Tod und beendete einen langen Leidensweg.

Die andere, an Brustkrebs erkrankt, nahm alle Therapieangebote der Onkologen an. Und verstarb nach einem zweijährigen Leidensweg.

Ich werde mich erst einmal vom Klinik-und Krankheitsstreß in meinem Garten erholen und den hoffentlich schönen Sommer genießen.

Im Herbst werde ich dann die Nachsorgeuntersuchungen machen lassen.

Begleitend trinke ich täglich Jiaogulantee und hoffe alles wird gut!

Viele Grüße aus Bremen
Rolf Kobbe

Re: Ich fühlte mich gesund

BeitragVerfasst: 15 Sep 2009 11:10
von OpenUpYourMind
Lieber Rolf,

deine Zeilen strotzen nur so vor Zuversicht und Mut, auch wenn es in dir vielleicht anders aussieht .. ich finde es sehr mutig, sich gegen die ärztlichen Ratschläge zu stellen und einfach nur zu leben und Kräfte zu sammeln für was auch immer kommen mag..
Ich wünsche dir eine schöne Zeit in deinem Garten und alles Gute für die Zukunft..

lG,
Julia

Re: Ich fühlte mich gesund

BeitragVerfasst: 15 Sep 2009 11:16
von wered
Hallo Rolf,

vielen Dank für deine Post.

Ich wollte gerade in den Garten gehen.
Und vorher nochmal schnell in das Forum geschaut.

Und da schreibt einer 'meine Geschichte'.
Vieles was du schreibst liegt bei mir sehr ähnlich.

Nur-ich habe Prostatakrebs.
Befund/OP vor ca. drei Jahren.

Seit ein paar Monaten gibt es Hinweise auf ein mögliches Rezidiv (heißt das glaube ich):
also möglich dass irgendwo wieder was wächst, Krebs? Die Messmethoden bei dieser
Situation sind so fein, dass möglicherweise Jahre bevor etwas sichtbar gemacht werden
kann bereits behandelt wird. Man hat mir empfohlen, steigt der Wert weiter so, anfang des
kommenden Jahres eine Strahlentherapie zu beginnen.
Gibt es so was wie eine innere Stimme höre ich die Antwort auf die auf diese Empfehlung:

Lass es sein- lautet sie.

Entschieden habe ich mich noch nicht.

Lieber Rolf, ich wünsche dir alles Gute.
Und dass dich dein Garten mit Freude und Kraft erfüllt.
Den Herbst mag ich am liebsten.
Alles kommt langsam zur Ruhe.
Es duftet ganz speziell.
Besonders wenn es leicht geregnet hat.

In unserem Garten betreibe ich seit 15 Jahren einen "Komposthaufen".
Alles was drei bis vier Pferde an Heu, Stroh und Pferdeäppel (ca 9t)
so hinterlassen wird gesammelt.
Dann lade ich es auf einen Dungstreuer.
Danach liegt alles locker auf einer Dimme.
Etwa neun Monate später ist daraus feinster Humus geworden.
Wenn du etwas davon brauchst lass es mich wissen.
Wir leben ca. 60 km südlich von Bremen.
Die Sonne scheint mild-
jetzt gehe ich in den Garten.

wered

Re: Ich fühlte mich gesund

BeitragVerfasst: 17 Sep 2009 10:11
von Rolf Kobbe
Hallo wered,

vielen Dank für Deine Zeilen.
Ich bin mit ganz sicher, es gibt eine innere Stimme.
Meine innere Stimme zeigt mir immer wieder, durch kleine Hinweise, dort geh du hin, das kannst du machen oder das lass bleiben.
Und ich folge meiner inneren Stimme.
Auf wen sollen wir hören, wen sollen wir vertrauen?
Wir sollen uns selbst vertrauen und auf alles, was in uns ist und aus uns kommt, hören und beachten.
Aber jetzt zum Wesentlichen, unseren Gärten!
Ich arbeite, genau wie Du, auch mit Pferdemist und habe seit Jahren gute Erfolge.
Im Moment ernten meine Frau und ich den Zuckermais, der in diesem Jahr wieder von einem hervorragenden Aussehen und Geschmack ist.
Wir essen Zuckermais sehr gern und was wir nicht frisch verbrauchen können, wird eingefroren.
Du verarbeitest 9 t Pferdemist, das ist ein enormer, körperlicher Arbeitsaufwand, aber der erzielte Kompost ist ein Schatz für alle Pflanzen in unseren Gärten.
Das Gartenjahr geht langsam zu Ende.
Die Herbstzeitlosen stehen in voller Blüte und der Kürbis leuchtet bunt und wartet darauf, ins Haus gebracht zu werden.
Es gibt noch einiges zu tun und ich wünsche Dir alles Gute und viel Freude bei der Arbeit in Deinem Garten.
Viele Grüße aus Bremen
Rolf

Re: Ich fühlte mich gesund

BeitragVerfasst: 17 Sep 2009 10:16
von Rolf Kobbe
Hallo Julia,

vielen Dank für Deine Post.
Eigentlich bin ich nicht mutig.
Ich höre hier nur auf meine innere Stimme, der ich vertraue, der ich folge.
Wen soll ich in meiner Situation sonst vertrauen?
Den Ärzten und Therapeuten?
Diese müssen wirtschaftlich arbeiten (was immer das beinhaltet),
werden von Pharmaindustrie und Kliniken geködert,
und ich, der betroffene Patient, bleibe verunsichert, schlecht informiert und nicht wirklich ernst genommen auf der Strecke zurück und weiß nicht was ich glauben soll und wen ich vertrauen darf.
Ich wünsche Dir, liebe Julia (ist ein schöner Vorname, meine Tochter heißt Judith und ist 34),
eine deutliche innere Stimme und eine klare Sicht der anstehenden Dinge.
Nun, nach diesen ernsten Gedanken, die ja auch dazu gehören,
wünsche ich Dir einen fröhlichen Tag
und ich werde mich fröhlich meiner Arbeit im Garten zuwenden.
Viele Grüße aus Bremen
Von Rolf

Re: Ich fühlte mich gesund

BeitragVerfasst: 11 Jul 2010 20:40
von NaturalScience
Lieber Rolf, ich wünsche dir für deinen Mut, dich nicht gläubig zu Tode therapieren zu lassen, sondern das Risiko eines freien Restlebens einzugehen, nachträglich und im vollen Bewußtsein, daß ich mich zum Narren mache, falls es damit bis jetzt 7/2010 schon "in die Hose gegangen" ist - alles, alles Gute!

Du hast gewußt, daß du nichts "falsch gemacht" hast, daß dein Krebs ein Unfall der Natur war, darum hattest du diesen Mut. Wer aber glaubt, er sei "selber schuld", etwa als Raucher, der wird von der Medizinindustrie gnadenlos weiter in sein schlechtes Gewissen reingetrieben und damit zum willigen Opfer von Therapieversprechen und zum schafsgeduldigen Mitmacher bei auch den peinvollsten als heilsam angepriesenen Manipulationen.
Raucher, Vielarbeiter, Frauen-, Bier- und Weingenießer, ihr habt kein bißchen mehr Grund, euch medizinisch entmündigen zu lassen, wenn ihr erkrankt, als Andere, denen man keine Vorwürfe für ihr Privatleben macht! Seid ebenso kritisch gegenüber den Angeboten der Medizin und "Paramedizin" wie jemand, der ein total gutes Gewissen hat. Die Erfolgsrate medizinischer Maßnahmen hängt nicht von der Schuldfrage ab, und eine Pflicht, sich "nach dem neusten med. STand" behandeln zu lassen, steht weder in der Bibel noch im 'Koran oder im Grundgesetz. Im Gegenteil, jeder ist als Patient quasi verpflichtet abzuwägen, ob eine Therapie für ihn vertretbar ist oder sich schlimmer anfühlt und auswirkt als die Krankheit selber... konkret, woran geh ich lieber drauf, am CA oder an der Chemo?)

Melde dich, Rolf - wie ist der Stand der Dinge jetzt?

Re: Ich fühlte mich gesund

BeitragVerfasst: 12 Jul 2010 15:47
von Anne
Lieber Rolf,

Vertraue Dir ! das ist das Beste, das Du tun kannst: ich wünsche Dir alles nur erdenklich Gute !

Re: Ich fühlte mich gesund

BeitragVerfasst: 28 Jul 2010 08:43
von Rolf Kobbe
Hallo NaturalScience,

im September 2009 schrieb ich in diesem Forum "Ich fühlte mich gesund".
Heute im Juli 2010 schreibe ich " Ich fühle mich gesund".

Danke für dein Interesse.

Ich fühle mich wohl, mir geht es gut, ich habe wieder Kraft meinen Garten zu bearbeiten.
Ich habe bisher keinerlei Beschwerden, habe keine Nachuntersuchungen machen lassen und hoffe, das es so bleibt.
Ich trinke immer noch täglich den Jiaogulan-Tee, verarbeite die frischen Bätter in der Küche, im Sauerkraut, im Brot.
Dank der Vitalität und des gesunden Wuchses dieser Pflanze, decke ich meinen persönlichen Bedarf an Jiaogulan-Blättern mit dem Bestand in meinem Garten ab.
Ich vermehre diese wertvolle Pflanze und gebe sie an Krebsbetroffene gerne weiter.
Ich versuche gerade ein Jiaogulan-Netzwerk aufzubauen und suche noch einige Jiaogulan-Paten für die "neuen" Bundesländer.

Meine Idee:

Jiaogulan- Netzwerk,

Nicht nur für Krebsbetroffene,

Die Jiaogulan, eine Pflanze der TCM,
Ist eine wertvolle und kostengünstige Alternative
In der komplementären Krebstherapie.
Die Jiaogulan ist vital und wächst auf jedem Gartenboden
in nahezu jeder Region unseres Landes.
Die Jiaogulan ist frosthart bis -18’C.
Die Netzwerk -Idee ist, auf einer nicht kommerziellen Basis, die Jiaogulan flächendeckend zuerst einmal in Deutschland,
anschließend in Europa zu verbreiten.
Jiaogulan-Paten geben die Jiaogulan in ihrer Region, an ihrem Wohnort an
Krebsbetroffene weiter, so kann man Versandwege kurz und kostengünstig gestalten.
Alles geschieht ehrenamtlich ohne wirtschaftliche Interessen der Jiaogulan-Paten.
Möchten Sie mithelfen, die Jiaogulan für weitere Krebsbetroffene zugänglich zu machen?
Haben Sie etwas Zeit übrig und möchten sich dieser Sinn gebenden Idee anschließen?
Haben Sie etwas Platz in Ihrem Garten und möchten diese wertvolle Pflanze kennenlernen?
Haben Sie Spaß an der Arbeit im Garten und mit der Natur?
Habe ich Ihr Interesse geweckt und haben Sie das Gefühl, das wäre etwas für Sie?

Dann melden Sie sich bitte und helfen Sie mit, die Jiaogulan an Krebsbetroffen, möglichst schnell und kostenfrei, weiter zu reichen.


Also, NaturalScience, du siehst, ich habe viel zu tun.

Viele Grüße an alle Mitglieder dieses Forums

und einen besonderen Gruß und alles Gute an all jene, denen es im Moment nicht so gut geht.

Rolf